Wirtschaftsberatung aus einer Hand
Seit 1990 ist die Commerzial Treuhand am Standort Rostock vertreten. Am Kabutzenhof 21 beschäftigt die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft 20 Mitarbeiter. Die OSTSEE ZEITUNG sprach mit Geschäftsführer Johann Hicken über vielschichtige Wirtschaftsberatung und Probleme bei der Unternehmensnachfolge
OZ-Wochenendausgabe, 25. April 2009
Wirtschaftsberatung aus einer Hand
Seit 1990 ist die Commerzial Treuhand am Standort Rostock vertreten. Am Kabutzenhof 21 beschäftigt die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft 20 Mitarbeiter. Die OSTSEE ZEITUNG sprach mit Geschäftsführer Johann Hicken über vielschichtige Wirtschaftsberatung und Probleme bei der Unternehmensnachfolge. Was sind die Kernkompetenzen der Firma? Hicken: Die Steuer-, Unternehmens- und Rechtsberatung sowie die durch das Handelsrecht vorgeschriebenen Wirtschaftsprüfungen. Wir beraten unter anderem aber auch in Sachen Vermögensplanung, Finanzierung, sind mit der Buchhaltung unserer Mandanten betreut.
Welche Unternehmen zählen zu Ihren Klienten?
Hicken: Das sind - der Struktur Mecklenburg-Vorpommerns folgend - überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen. Unser Mandantengefüge ist ein Spiegelbild der Wirtschaft des Landes.
Können Sie dieses Spiegelbild skizzieren?
Hicken: Das produzierende Gewerbe, also die Industrie, ist in M-V vergleichsweise schwach aufgestellt. Auf dem Markt agieren vielmehr traditionelle und industriell geprägte Handwerksbetriebe. Dem steht ein überdurchschnittlich ausgedehnter Dienstleistungssektors gegenüber, was insbesondere auf die vergleichsweise große Bedeutung des öffentlichen Sektors im Land zurückzuführen ist.
Ihre Klienten kommen also vorrangig aus der Tourismusbranche?
Hicken: Ja. Sie sind im Hotel- und Gaststättenbereich, aber auch im Handel und Gesundheitssektor tätig. Zu unseren Klienten gehören auch kommunale Einrichtungen wie beispielsweise Kurverwaltung.
Wie ist im Gesundheitsland M-V die Stimmung in Zeiten der Wirtschaftskrise?
Hicken: Die Gastronomie erwartet in diesem Jahr rückläufige Zahlen. Die Gäste werden nicht am Urlaub sparen, sondern im Urlaub. Sie werden also weniger konsumieren, weil sie strenger aufs Geld schauen.
Welcher Beratungsschwerpunkt zeichnet sich bei Ihnen derzeit ab?
Hicken: Das ist die Unternehmensnachfolge. Die Landesregierung hat zum Jahresbeginn bereits die Koordinierungsstelle Brücke e.V. ins Leben gerufen, um kleinen und mittelständischen Unternehmen beim Generationenwechsel zu helfen. Wir bieten dieses Beratungsmodul schon seit einigen Jahren an.
Warum gibt es häufig Probleme bei der Unternehmernachfolge?
Hicken: Wir haben in den neuen Bundesländern das Problem, dass sich nach der Wende die Masse der Unternehmer selbstständig gemacht haben. Damals, zum Zeitpunkt der Gründung, waren sie zwischen 30 und 50 Jahre alt. Nun, 20 Jahre später, stehen sie vor der Rente und vor der Frage: Wer übernimmt die Firma? Die Problematik des demografischen Wandels wird häufig unterschätzt und außerdem wurden in den neuen Bundesländern bislang noch keine Erfahrungen mit der Unternehmensnachfolge gesammelt.
Und was können Sie da tun?
Hicken: Wir können den Mandanten Schritt für Schritt begleiten und ihm Lösungen aufzeigen. Unsere Begleitung ist sehr konstruktiv. Wer zu uns kommt, bekommt zukunftsorientierte Wirtschaftsberatung aus einer Hand. Immer!
Danke für das Gespräch! SP
